Meine Prognose war richtig.

Eine Zeit unter 2 Stunden wäre traumhaft, ist bei meiner derzeitigen Form wahrscheinlich aber nicht ganz realistisch.

Trotzdem bin ich extrem zufrieden. In 2:00:46 (Platz 666(!)) war ich deutlich schneller als vor fünf Jahren und wichtiger: ich habe mich nach dem Lauf viiiiiel besser gefühlt. Und das trotz Oberschenkelkrampf nach 18,5km. Diese verzogen sich glücklicher Weise nach 500m Gehen, einem Müsliriegel, ein paar Nüssen und einem Becher Wasser wieder. (Kuchen gab’s erst als alles vorbei war.)

Halbmarathon in Blankenese.
Hügel auf, hügel ab durch Blankenese

Familiensupport und überhaupt fröhliche Leute an der Strecke haben sehr beflügelt. Und motivierend war auch, immer wieder tendenziell leicht schnellere Läufer_innen zu suchen, und versuchen Schritt zu halten. „Klaus – running like a young god“ (stand jedenfalls auf dem T-Shirt) war ein guter Schrittmacher und schien ein 5’30-Tempomat eingebaut zu haben. Bis zum Oberschenkelkrampf war der Unbekannte – von dem ich nur die Rückseite kenne – fast zehn Kilometer lang eine solide Orientierungshilfe. Und Brockdorff Klang Labor in den Ohren half auch dabei das Tempo zu halten.

Am Abend kamen doch noch mal ordentlich Wadenkrämpfe. Die wurden zwar durch Massagen und rotes Tigerbalm (Pro-Tipp) sehr gelindert. Das muss aber in der Form nicht unbedingt noch einmal sein. Ich glaube, beim nächsten Mal mach ich mich noch mal ein bisschen schlauer über Ernährung vor, während und nach dem Laufen. Und das nächste Mal ist bestimmt nicht wieder erst in fünf Jahren. Bis dahin wird über Laufen und Kuchenfuttern dann im dezidierten Fachblog berichtet.